Ich bins g – für alle

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Mein ganz persönliches sechstes Kalendertürchen

1.

Mein sechstes Kalendertürchen beinhaltete gleich drei Dinge und das Türchen steht für „geben und nehmen“. Als erstes konnte ich ja nicht einfach zuschauen, wie meine allerliebste Schwiegermama nichts vom Nikolaus bekam, obwohl sie weder Stiefel noch Schuh geputzt hatte. Aber ihr kann er das auch durchgehen lassen, wo sie das Putzen der Schuhe inzwischen doch schon vergisst, bevor sie überhaupt weiß, dass sie ihn putzen sollte.

Drum habe ich dem Nikolaus bei der „Nikolausunterstützungsaktion“ gleich einen Zettel in die Hand gedrückt, auf dem stand, dass er den Schwiegermamarollator gleichsetzen darf mit einem Schwiegermamastiefel (beides ein Fortbewegungsmittel von Frau „Ichwürdsogernaberkanndochnicht“).

Nikolaus

So konnte ich am Morgen, nachdem meine Schwiegermutter aufgestanden, angezogen und kaffeetrinkbereit war, sie zum „VordieTürSchauen“ bewegen und es wurde mir gedankt mit einer strahlenden alten Frau, die da merkte, sie wurde NICHT VERGESSEN, sondern sogar beschenkt. Sie hat sich so gefreut, dass ihr die Tränen kamen.

Auch aus dem Schuh meines Mannes, lugte solch ein Weihnachtsmännchen heraus.

2.

Heute, an dem Tag, wo so viele Kinder und Erwachsene, mit teilweise leuchtenden Augen, durch die Stadt zogen, musste ich beim Einkaufen (in den Regalen spiegelte sich etwas die Vorfreude auf Weihnachten wider) an die denken, die vielleicht niemanden haben, der ihnen einen Stiefel füllt, geschweige denn, etwas zu essen haben, um wenigstens nicht mit knurrenden Magen durch den Tag zu ziehen.

Kurzentschlossen, als ich schon an der Kasse stand, kaufte ich eine Gutscheinkarte über einen Einkaufswert in Höhe von 10,- EUR. Diese 10,- EUR kommen nun jemanden zugute, der nichts besitzt, außer das, was er tragen kann. Mir ist dabei völlig egal, was diese Person davon nun kaufen wird.

Lidl

Zu guter letzt Nr. 3

Ich  hatte keinen Stiefel geputzt, war nicht darauf bedacht, etwas zu bekommen und die vielen Süßigkeiten in der Weihnachtszeit, bringen zu all den anderen Leckereien in der Zeit, reichlich Kalorien mit – die wollte ich nicht. Reicht so schon, dass meine „Röllchen“ nicht mehr weichen wollen. 😉 Demnach stand da auch nichts für mich.

Als mein Mann am Abend heim kam und mich im Wohnzimmer begrüßte, erstrahlte ein sehr verschmitztes Lächeln sein Gesicht. Als ich ihn fragend ansah, meinte er: „Ich glaube, der Nikolaus ist heute eine Schleife geflogen!“

Sofort ahnte ich, was das zu bedeuten hatte. Ich schaute nochmal in diese spitzbübisch schauenden Augen, öffnete schließlich unsere Wohnungseingangstür und sah auf meinen Schuhen zwei kleine Kartons liegen, die etwas wunderschönes enthielten, das man durch die Klarsichtverpackung erkennen konnte.

Vorerst stehen sie nun neben unserem Adventsgesteck, aber später werden sie einen anderen Platz erhalten.

Engel

Die beiden Engel gefallen mir total gut. Der Nikolaustag endete im Anschluss ruhig und gemütlich.

 

 

 

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Mein ganz persönliches fünftes Kalendertürchen

Hinter meinem fünften Türchen verbarg sich: „Nikolaushilfestellung“

Das war Schwerstarbeit! 😉 (Bitte dieses Türchen nicht ganz so ernst nehmen) 😀

Ich habe dem Nikolaus geholfen, sich für den kommenden Tag bzw. die kommende Nacht, vorzubereiten. Rentier und Zauberstab (hm…wusste gar nicht, dass der Nikolaus einen hat 😉 ) habe ich schon im Treppenhaus auf dem Schrank „gerichtet“. So dass er es auch ja schafft, dass am 6. dann auch alles ausgeteilt ist. 😉

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Mein ganz persönliches viertes Kalendertürchen 2017

„Freude für alle von allen“ verbirgt sich hinter meinem vierten Türchen.

Es ist wieder soweit!

Für einen besonderen Zweck, nämlich für die Weihnachtsfeier mit unseren geistig beeinträchtigten Freunden, backe ich wieder Kekse während unseres wöchentlichen Treffs, zusammen mit einigen dieser Freunde.

Backen

Hier die ersten aus dem Backofen – bisher unverziert. Es wurden auch noch andere Sorten gebacken und es werden noch ein paar folgen.

Nicht nur das Bestücken unserer Weihnachtskaffeetafel ist hier der Sinn, sondern gemeinsam etwas entstehen zu lassen.

Und es werden auch einige dieser Kekse, schön verpackt, an ein paar andere „Bedürftige“, nämlich Menschen, die sich selbst keine backen können, verschenkt werden.

Mein ganz persönliches zweites Kalendertürchen 2017

Hinter meinem zweiten Kalendertürchen gab es „Extra-Zeit“ zum Zuhören und Anregen von Erinnerungen.

Eigentlich wollte ich am Samstag Plätzchen backen, Zutaten und Rezepte lagen schon bereit. Stattdessen ergab es sich, dass ich beim Mittagessen, Gedankengänge aufgriff und mir sehr sehr viel Zeit nahm, um mich etwas in der Form der Validation zu „üben“.

Manchmal fühlt es sich so traurig an, dass Menschen in die Welt des Vergessens eintauchen und man selbst oft meint, dass man keinen Zugang mehr findet.

Manchmal findet man nicht den richtigen Weg, die richtigen Gedanken oder Worte, um sich Zugang zu verschaffen.

Und dann gibt es wieder Zeiten, wo man sich erinnert, dass es eine Möglichkeit gibt, die man in dem Moment auch anzuwenden versteht.

Wenn demente Menschen kaum noch von sich aus etwas erzählen, hilft oft genau hinzuhören, was sie sagen, um einen Anhaltspunkt zu finden, was sie beschäftigt. Und so ging es mir am Samstag.

Auf eine Unterhaltung kamen nur Reaktionen, die man normalerweise dem Thema nicht zuordnen konnte. Ich verwarf mein eigentliches Vorhaben und hörte stattdessen genau hin. Ich wiederholte teilweise, das Gesagte, das nicht zum Thema passte und fand schnell heraus, aus was sich die Gedankengänge von meinem Gegenüber zusammensetzten und fragte immer ein wenig in der Richtung nach. Es  entstand einen richtige Unterhaltung, mit vielen Erinnerungen, die von der dementen Personn berichtet wurden.

Schließlich reichte mir später die Zeit nicht mehr, um mich um die Kekse zu kümmern, aber das war auch nicht so wichtig.

Es war so toll, mitfühlen zu können, wie ein in Erinnerungen eingeschränkter Mensch, Bilder beschrieb, denen man gedanklich folgen konnte. Emotionen wurden freigelegt, die sich zwar teilweise auch mit Tränen in den Augen bei der erzählenden Person zeigten, aber auch mit herzhaftem Lachen. Und alle zusammen, ergaben ein lebhaftes Bild von  einer gelebten Kindheit und Jugend.

 

Mein ganz persönliches erstes Kalendertürchen 2017

Ja, gestern war ja schon der erste, aber ich führe euch durch meinen Adventskalender immer im Rückblick auf den Tag davor, weil ich oftmals am gleichen Tag noch nicht berichten kann, was hinter dem Türchen steckte bzw. ich nicht mehr dazu kam, es hier noch niederzuschreiben.

Also, zum ersten Türchen! Dahinter versteckte sich eine Fahrt für einen Kindergarten, der eine Eckbank, und einen Tisch dazu, erhalten sollte, aber so kurzfristig keine Möglichkeit bzw. kein passendes Fahrzeug hatte, die Möbelstücke zu befördern. Ich fuhr ich mit unserem Transporter zu der Stelle, wo die Sachen abgeholt werden mussten und brachte sie zum Kindergarten, wo mich schon der „Organisierer“ der Möbelstücke und ein Mitarbeiter vom Kindergarten auf mich warteten, um die Stücke auszuladen.

Gerne half ich aus und hoffe, dass sich die Kinder, die Erzieher- und Erzieherinnen nun daran erfreuen.

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